Zahnpflege für Kinder: So pflegen Sie die Zähne Ihres Kindes richtig

Kinder müssen behutsam und verständnisvoll an das Thema Zahnpflege herangeführt werden. Spätestens im Schulkindalter sind sie alt genug, um das Zähneputzen in die eigenen Hände zu nehmen, aber noch lange nicht erfahren genug, dabei alles richtig zu machen. Ihre Unterstützung bleibt daher unerlässlich. Es ist also fast eine Pflicht, Ihr Kind zur Zahnpflegeroutine zu motivieren. Was dabei entscheidend ist, zeigt der folgende Artikel.

Die richtige Putztechnik für Kinder

Zähneputzen will gelernt sein – das wissen auch Erwachsene nur zu gut. Denn auch bei den Großen kommt es immer wieder zu Problemen oder falscher Handhabung von Zahnbürste und Co, was mitunter unliebsame Gäste wie beispielsweise Karies in den Mundraum lockt.

Bei Kindern ist das natürlich nicht anders, weshalb Sie Ihren Kleinen die richtige Putztechnik möglichst frühzeitig nahebringen sollten. Auch in Schulen oder Kindergärten sowie in der Zahnarztpraxis wird die Zahnpflege immer wieder kindergerecht vermittelt.

Die Devise lautet: Immer von „Rot nach Weiß“ putzen.Dabei greift man in der Regel auf die sogenannte KAI-Technik zurück. Diese besagt, zunächst die Kauflächen der Zähne, dann die Außenseiten und dann die Innenseiten zu reinigen. Dabei werden kreisende Bewegungen mit der Zahnbürste ausgeführt, die vom Zahnfleisch weg zum Zahn erfolgen müssen. Neben der KAI-Technik gibt es viele weitere Methoden, wie Kinder am einfachsten und effektivsten Ihre Zähne putzen können1.

Junge beim Zähne putzen

Richtiges Zähne putzen soll von klein auf gelernt sein!

Vermitteln Sie Ihrem Kind dabei gleichzeitig, wie lange eine Putzeinheit dauern sollte sowie die Grundregel, dass man sich mindestens zweimal täglich die Zähne putze sollte. Noch besser nach jeder Mahlzeit oder zumindest nach süßen Zwischenmahlzeiten.

Zwei Minuten reichen dabei aus, um die Kinderzähne gründlich zu säubern. Eine Zahnputzuhr in kindlichem Design leistet perfekte Hilfestellung, um diesen Zeitrahmen voll auszuschöpfen.

Zahnbürsten und Zahnpasta für Schulkinder

Damit es mit der Kinderzahnpflege klappt, sollten Sie auf spezielle Zahnpflegeprodukte für Kinder zurückgreifen. Die Zahnbürsten zum Beispiel sind auf den kleinen Mundraum perfekt abgestimmt, verfügen oft über weiche oder speziell geformte Borsten und sind zusätzlich mit einem handlichen Griff versehen, der das selbstständige Putzen erleichtert.

Kontrollieren Sie dennoch, ob Ihr Kind auch tatsächlich richtig putztSpätestens ab dem Schulkindalter sind die Kinder dann auch in der Lage, Verantwortung für ihre Zähne zu übernehmen. Nun sind die motorischen Fähigkeiten voll ausgebildet, um die richtige Zahnputztechnik effektiv auszuführen.

Auch Zahnseide kann und sollte ab diesem Alter spätestens eingesetzt werden, um für die Reinigung der Zahnzwischenräume zu sorgen. Die richtige Technik ist dabei besonders entscheidend, um Verletzungen am Zahnfleisch zu verhindern.

Ebenso macht eine elektrische Kinderzahnbürste Sinn, da diese für noch gründlichere Ergebnisse bei der Zahnpflege sorgt. Ob diese tatsächlich für das Kind in Frage kommt, ist aber eine sehr individuelle Frage. Denn nicht jedem Kind fällt der Umgang mit der rotierenden Bürste leicht. Oft wird diese zu fest aufgedrückt oder es werden Bereiche im Mund beim Putzen ausgespart – hier gilt also: Einfach mal ausprobieren.

Zähneputzen wird zum Abenteuer

Kindern muss das Zähneputzen im wahrsten Sinne des Wortes schmackhaft gemacht werden. Andernfalls verlieren die Kleinen schnell das Interesse an dem täglichen Ritual und der Karies gewinnt die Oberhand.

Um das zu umgehen, sollten Sie Ihr Kind ständig motivieren und hinsichtlich des Zahnputz-Abenteuers bei Laune halten. Lassen Sie die Kleinen Zahnbürste und Zahnputzbecher selber aussuchen. In Drogerien findet man mittlerweile ein recht großes Angebot an Alternativen, die hinsichtlich des Designs voll und ganz auf Kinder zugeschnitten sind. Ab dem achten Lebensjahr darf es dann auch endlich die Zahnbürste für Erwachsene sein.

Kinder beim Zahnarzt

Ein Zahnarztbesuch kann auch Spaß machen … und so auch die Angst nehmen.

Das gilt ebenso für Kinderzahnpasta, die oft in bunten Farben und diversen Geschmacksrichtungen angeboten wird. Achten Sie aber darauf, ob Ihr Kind dazu neigt, die Zahnpasta zu verschlucken. Das kann besonders bei fruchtigen oder gar süßen Alternativen der Fall sein. Eine neutrale Zahnpasta mit frischer Note schafft hier Abhilfe und hält Ihr Kind vom „Probieren“ ab.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen für gesunde Kinderzähne

Die heimische Zahnpflege ist wichtig – das gilt ebenso für den regelmäßigen Besuch beim Zahnarzt. Spätestens ab dem Schulkindalter sollten die Zähne Ihres Kindes alle 6 Monate überprüft werden. So lassen sich Erkrankungen schneller feststellen und Ihr Kind gewöhnt sich diese Routine möglichst früh an.

Spezielle Kinderzahnärzte können helfen, den Kindern die Angst vorm Zahnarzt zu nehmen. Viele Kinder hegen dabei aber auch eine Gewisse Angst vor dem Zahnarzt, was den Gang zu einer regelrechten Qual für die Jungen und Mädchen macht. Sollte das bei Ihrem Kind der Fall sein, so kann ein spezieller Kinderzahnarzt Abhilfe schaffen. Diese Zahnärzte sind im Gegensatz zu konventionellen Ärzten auf den Umgang mit Kindern spezialisiert und wissen genau, wie sie die Ängste in den Griff bekommen.

Und das ist enorm wichtig, da auch der Zahnarztbesuch für die Kinder zur Normalität werden muss. Denn nur so lassen sich in den folgenden Jahren Defekte oder auch Kieferfehlstellungen möglichst schnell erkennen und therapieren.

Zahnpflege für Kinder unterscheidet sich eigentlich nicht sonderlich von der der Erwachsenen. Sie übernehmen dabei von Beginn an eine wichtige Rolle ein – anfangs, indem Sie selbst putzen, später, indem Sie auf das korrekte Zähneputzen Ihres Kindes zu achten und auf mögliche Fehler aufmerksam zu machen. Kinderzahnpflege ist also vor allem in jungen Jahren eine Aufgabe, die auch die Eltern einspannt.