Zahnpflege Anleitung: So pflegen Sie Ihre Zähne richtig

Wie Sie Ihre Zähne richtig pflegen, haben Sie sicherlich bereits im Kindesalter gelernt. Trotzdem schleichen sich bei der tagtäglichen Pflege immer wieder kleine Fehler ein, die mitunter große Konsequenzen haben können. Angefangen bei einer falschen Putztechnik, ungeeigneten Hilfsmitteln bis hin zu einer falschen Routine, die sich im Alltag schnell einstellen kann. Dabei ist der Weg in Richtung einer effektiven Zahnpflege eigentlich gar nicht so schwer zu meistern.

Zweimal täglich Zähne putzen

Wenn es um Zahnpflege geht, kommen Sie in erster Linie nicht um das tägliche Zähneputzen herum. Dieses bildet sozusagen das Fundament für gesunde Zähne und entscheidet darüber, wie es um unsere Zahngesundheit steht.

Bereits im Kindergarten haben Sie dabei gelernt, dass man mindestens zweimal – noch besser dreimal – täglich zur Zahnbürste greifen sollte. Insbesondere nach den Hauptmahlzeiten bietet es sich daher an, für ein frisches Mundgefühl und saubere Zähne zu sorgen.

Oft wird dabei zu kreisenden Bewegungen mit der Zahnbürste geraten, um Verschmutzungen von der Zahnoberfläche abzutragen. Diese Methode ist mittlerweile aber durch eine andere gängige Technik abgelöst worden, die noch gründlichere Ergebnisse verspricht:

Mit dieser Technik werden Beläge noch besser entfernt, als mit kreisenden Bürstenbewegungen.

  1. Hier wird die Zahnbürste in einem Winkel von 45 Grad am oberen Zahnfleischrand angesetzt.
  2. Anschließend wird leichter Druck ausgeübt und der Bürstenkopf hin und her „gerüttelt“.
  3. Danach kommt die „von Rot nach Weiß“ Putztechnik, also vom Zahnfleisch zum Zahn, zum Einsatz.

Die richtigen Hilfsmittel

Zähneputzen ist sicherlich wichtig, aber auch auf das richtige Equipment kommt es dabei an. Viele greifen zum Beispiel zu einer elektrischen Zahnbürste und tauschen die klassische Handzahnbürste somit aus. Auch Zahnärzte raten dazu, da man bei richtiger Handhabung mit den elektrisch betriebenen Modellen noch gründlichere Ergebnisse erzielen kann. Schneller oder einfacher geht das Zähneputzen dabei aber nicht von der Hand. Auch hier gilt, sich mindestens zwei Minuten Zeit für die Zahnpflege zu nehmen und keinen Bereich im Mund auszusparen.

Handzahnbürste

Für eine gründlichere Zahnpflege wird oft von Handzahnbürsten abgeraten. Auch Zahnärzte empfehlen meistens den Griff zu einer elektrischen Zahnbürste.

Mehr über die unterschiedlichen Zahnbürsten-Typen:

Auch der richtige Druck des Bürstenkopfs auf der Zahnoberfläche spielt eine entscheidende Rolle, denn der darf nicht zu hoch ausfallen. Wer hart mit der Bürste aufdrückt, erzielt deshalb nicht zwingend sauberere Ergebnisse, sondern schadet viel eher Zahnfleisch oder Zähnen.

Achten Sie dabei auf den Bürstenkopf Ihrer Zahnbürste. Stehen die Borsten bereits nach kurzer Zeit deutlich ab? Dann ist das ein Indiz dafür, dass Sie beim Putzen einen zu starken Druck ausüben und für Veränderung sorgen müssen.

Es empfiehlt sich, mindestens alle zwei Monate für einen Wechsel zu sorgen.Wechseln Sie die Zahnbürste – egal, ob Handzahnbürste oder Bürstenkopf – außerdem unbedingt regelmäßig aus. Innerhalb der Borsten sammeln sich nämlich Bakterien an, was nicht nur unhygienisch ist, sondern auch die Putzergebnisse beeinflussen kann.

Zusätzlich sind Sie natürlich auf Zahnpasta sowie Zahnseide oder auch eine frische Mundspülung angewiesen, die die Zahnroutine perfektionieren. Zahnpasta dient dabei nicht nur dafür, für einen frischen Atem zu sorgen. Achten Sie darauf, dass Ihre Zahnpasta mit Fluorid angereichert ist, was Ihre Zähne stärkt und schützt. Ob nun Kräutergeschmack, Menthol Zahnpasta oder auch andere Alternativen – das bleibt ganz allein Ihnen überlassen.

Vorsicht sollten Sie aber bei sogenannten Weiß-Zahnpasten walten lasen, die oftmals mit scharfen Schleifkörpern angereichert sind, die besonders angegriffene Zähne dauerhaft schädigen können. Zumal ein wirklicher dauerhafter Aufhelleffekt mit solchen Produkten kaum erreicht wird.

die richtige Zahnpflege für strahlende Zähne

Mit den richtigen Zahnpflegemitteln bleiben Ihre Zähne gesund und strahlend.

Konzentrierten Sie sich stattdessen lieber auf Zahnseide, die Ihnen dabei hilft, die Zahnzwischenräume sauber zu halten, also jenen Bereich, den eine Zahnbürste nur bedingt erreichen kann. Aber auch hier kommt es auf die richtige Anwendung an.

Wird die Zahnseide im Gebrauch zum Beispiel zu stark gespannt, können Sie mitunter sogar Ihr Zahnfleisch verletzen. Legen Sie die Seide stattdessen zwischen die Zähne und führen Sie diese locker von oben nach unten.

Macht Ihnen die korrekte Anwendung der Zahnseide hingegen zu schaffen, so können Sie auch durchaus auf spezielle Zahnzwischenraumbürsten zurückgreifen. Hier ist das Verletzungsrisiko praktisch nicht vorhanden, auch wenn es bei den ersten Anwendungen durchaus zu Zahnfleischbluten kommen kann. Ein Indiz für entzündetes Zahnfleisch, das Sie unter anderem auch mit einer speziellen Mundspülung behandeln können.

Kontrolluntersuchungen

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Zahnpflege sind regelmäßige Besuche beim Zahnarzt. Mindestens einmal pro Jahr oder besser zweimal sollten Sie hier Ihre Zähne bezüglich möglicher Defekte überprüfen lassen, um die Zahngesundheit zu wahren.

Auch eine professionelle Reinigungsbehandlung bietet sich einmal im Jahr an. Bei dieser speziellen Zahnreinigung werden sämtliche Ablagerungen von den Zähnen entfernt – so gründlich, wie es mit einer normalen Zahnbürste kaum möglich ist.

Eine solche sogenannte Prophylaxe Maßnahme wird mitunter sogar teilweise von der Krankenversicherung übernommen und lohnt sich daher umso mehr.

Die richtige Ernährung

Besonders Zucker ist oftmals verantwortlich für KariesZähne leiden nicht nur unter falscher Zahnpflege, sondern auch unter falscher Ernährung. Wer zuckerhaltige Lebensmittel isst, sollte daher stets die Zahnbürste oder zumindest ein zuckerfreies Zahnpflegekaugummi bereithalten, um die Entstehung von Karies zu verhindern oder zumindest das Risiko zu minimieren.

Ein gesunder Lebensstil zahlt sich schließlich nicht nur für die Zähne aus. Das gilt ebenso für Zigaretten oder auch Genussmittel, die über einen hohen Farbstoffanteil verfügen. Wein, Beerenfrüchte und weitere Speisen sorgen nämlich für Ablagerungen auf den Zähnen, die die Naturfarbe trüben. Die Folge ist eine unschöne gelbliche Farbe, die sich oft nur durch ein professionelles und kostspieliges Bleaching beim Zahnarzt beseitigen lassen.

Wer hier auf seinen Lebensstil achtet und den Konsum von Genussmitteln, die die Zahnverfärbung begünstigen, zumindest reduziert, der erhält sich nicht nur gesunde, sondern zudem weiße Zähne, die das Lächeln noch schöner machen.

Schöne gesunde Zähne genießen in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Von daher ist es wohl auch nicht verwunderlich, dass sich immer mehr Menschen Gedanken um die korrekte Zahnpflege machen und mitunter sogar bereit sind, viel Geld und Zeit in gesunde Zähne zu investieren. Sicherlich: Die tägliche Mundpflege kostet uns Zeit und manchmal sogar etwas Überwindung – aber sie rentiert sich fast immer.