Hausmittel für weiße Zähne: Empfehlungen, Anwendung & Gefahren

Um verfärbte Zähne zumindest um ein paar Nuancen aufzuhellen, ist vielen Anwendern fast jedes Mittel recht. Weißmacher-Zahncremes oder auch Alternativen für ein Home-Bleaching sind hier die erste Wahl, es gibt aber auch Hilfsmittel aus der Natur oder dem Supermarkt, die das ultimative Zahnweiß versprechen. Stellt sich wohl die Frage, ob diese auch tatsächlich so unbedenklich sind, wie sie erscheinen und welchen Erfolg sie in Aussicht stellen.

Hausmittel für weiße Zähne: Der natürliche Weg?

Die Drogerien und Apotheken bieten eine Vielzahl an Produkten an, die auf die Zahnaufhellung abgestimmt sind. Zu Hause lassen sich Verfärbungen leicht mit speziellen Stripes, Schienen oder auch Bleich-Stiften aufhellen, was für gesunde Zähne grundsätzlich nicht weiter schädlich ist.

Oft ist die Wirkung nur bei leichten Verfärbungen sichtbar. Da die oben genannten Hilfsmittel außerdem nicht unbedingt günstig sind, schaut man sich lieber nach kostengünstigen Alternativen aus der Natur oder gar dem Haushalt um.

So soll es tatsächlich Lebensmittel geben, mit denen Sie Ihre Zähne aufhellen oder zumindest weißer erscheinen lassen können. Und die sind im Supermarkt bereits für wenig Geld erhältlich. Kein Wunder, dass so mancher sich diese Kraft zunutze machen will.

Grinsen

Für viele ist ein weißes Lächeln der Inbegriff von schönen Zähnen.

Ganz so unbedenklich, wie viele Aufhell-Möglichkeiten erscheinen, sind sie oft allerdings nicht. Denn manche Lebensmittel oder Hausmittel verfügen über bestimmte Inhaltsstoffe, die den Zähnen schaden können.

Wer Hausmittel zum Aufhellen für die Zähne nutzen will, muss sich vorab also gründlich damit auseinandersetzen, welche Risiken bestehen und ob die Alternative auch tatsächlich zum erwünschten Erfolg führt.

Diese Hausmittel sollen Verfärbungen bekämpfen

Nicht alle Haus- oder Lebensmittel hellen die Zähne direkt auf. Viele lassen diese einfach nur etwas heller erscheinen oder lösen unschöne Verfärbungen minimal auf beziehungsweise ab. Von einem waschechten Weiß-Effekt – wie man ihn zum Beispiel von Bleaching-Produkten kennt – kann hier also nicht wirklich die Rede sein.

Daher ist es für Sie auch wichtig, vorab zwischen den Alternativen zu unterscheiden, die die Zähne lediglich heller wirken lassen und denen, die sie tatsächlich weißer machen.

Nur, weil eine Methode letztendlich zum Erfolg führt, heißt das aber gleichzeitig nicht, dass sie zwangsläufig unbedenklich für die Zahnbeschaffenheit ist. Im Gegenteil: Oft zeigt sich sogar, dass gerade jene Hausmittel, die eine besonders prägnante Aufhellung bewirken, ein echtes Risiko für Ihre Zähne darstellen. Aber welche sind das jetzt genau?

Unbedenkliche Alternativen für einen leichten Aufhell-Effekt

  • Obst und Gemüse
Zahnbehandlung

Es gibt unbedenkliche und bedenkliche Methoden zur Zahnaufhellung. Alle Methoden, die den Zahnschmelz angreifen, sollten unbedingt vermieden werden.

Bestimmte Obst- und Gemüsesorten sind nicht nur gesund, sie verfügen zudem über bestimmte Inhaltsstoffe, die die Zahnaufhellung unterstützen und die Zähne heller erscheinen lassen können. Besonders zu erwähnen sind hier frische Erdbeeren, deren Schale Substanzen enthält, die die Zähne bei regelmäßigen Verzehr heller wirken lassen. Das gilt ebenso für Äpfel, deren natürliche Fruchtsäuren beim Verzehr zur Ablösung der Zahnverfärbungen beitragen können. Möhren oder auch Kohlrabi reinigen die Zähne ebenfalls, indem leichte oberflächliche Verfärbungen reduziert oder ihnen vorgebeugt werden.

  • Naturjoghurt

Joghurt hellt die Zähne zwar nicht direkt auf, trägt allerdings dazu bei, ein gesundes Mundklima zu schaffen und so Zahndefekte durch Bakterien zu reduzieren. Durch den Joghurt werden Keime im Mundraum beseitigt, was günstig für die grundsätzliche Zahnpflege ist und außerdem Mundgeruch vorbeugt.

Risikoreiche Alternativen zur Zahnaufhellung

  • Zitronen

Zitronensäure ist bereits bekannt dafür, Haare bedingt aufhellen zu können. Auf eine ähnliche Art und Weise wirkt die Zitronensäure auch bei verfärbten Zähnen, weshalb mancher darauf schwört, die Zähne regelmäßig mit Zitronensaft zu putzen, um diese um einige Nuancen aufzuhellen. Die Wirkung lässt in der Regel nicht lange auf sich warten, gleichzeitig greift die Zitronensäure jedoch den Zahnschmelz an. Statt den Zitronensaft pur auf die Zähne aufzutragen, beißen Sie lieber hin und wieder in eine unbehandelte Zitronenhälfte. Die Zitrusfrucht versorgt Sie mit wertvollen Vitaminen und gleichzeitig werden durch den gelegentlichen Verzehr Zahnverfärbungen bedingt vorgebeugt.

  • Backpulver

Von der Verwendung von Backpulver sollten Sie unbedingt absehen.Backpulver wird im Haushalt oder auch beim Waschen gerne genutzt, um von der aufhellenden Wirkung zu profitieren. Als Alternative für die Zahnaufhellung ist das Triebmittel allerdings weniger geeignet, auch wenn immer wieder die Rede davon ist, dass Backpulver das Wundermittel bei Zahnverfärbungen darstellt. Tatsächlich kommt es hier zu einem deutlichen Ergebnis, gleichzeitig verfügt das Backpulver jedoch über einen hohen aggressiven Abrieb, der der Zahnoberfläche und dem Zahnschmelz erheblichen Schaden zufügt.

Hausmittel: Echte Alternative zum Bleaching?

Um die Zähne mit Hausmitteln wirklich effektiv aufhellen zu können, sind aggressive Inhaltsstoffe erforderlich, die der Zahnstruktur auf Dauer schädigen. Der Preis für weißere Zähne ist also denkbar hoch, weshalb Alternativen, die sichtbare Erfolge in Aussicht stellen, auch weniger empfehlenswert sind.

Stattdessen bieten sich gesunde Lebensmittel an, die durch ihre natürlichen Substanzen oder auch durch ihre Konsistenz zur Zahnpflege und eben auch zu schöneren Zähnen einen wichtigen Beitrag leisten.

Walking bleaching

Ein professionelles Bleaching bringt – trotz der Vielfalt an Hausmittel – dennoch die besten Ergebnisse.

Mit einem Bleaching oder ähnlichen Produkten, die zur Zahnaufhellung angeboten werden, ist der Effekt aber nicht vergleichbar. Gelbe Zähne werden durch Lebensmittel nicht weiß, es kommt höchstens zu einer minimalen Aufhellung, die abhängig von den Verfärbungen, in den meisten Fällen fast nicht mehr wahrzunehmen ist.

Wer durch den regen Konsum von Kaffee oder Nikotin sowie Rotwein also über gelbliche oder sogar bräunliche Verfärbungen klagt, der sollte durch den Einsatz natürlicher Hausmittel keine Wunder erwarten.

Um Zahnverfärbungen dauerhaft zu reduzieren oder nach einem professionellen Bleaching zu verhindern, sollten Sie lieber Ihre Essgewohnheiten ändern und (wenn nötig) die Zahnpflege optimieren. Dazu zählt zum Beispiel auch der Verzicht auf farbstoffreiche Getränke oder Lebensmittel und Tabak sowie die regelmäßige Durchführung einer professionellen Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis.

Hausmittel können zwar dabei helfen, Zahnverfärbungen in einem gewissen Rahmen zu reduzieren oder ihnen vorzubeugen, mit dem Aufhelleffekt eines Bleachings ist die Wirkungsweise aber nicht vergleichbar. Zumal viele Hausmittel, die die Zähne minimal aufhellen, gleichzeitig die Zahngesundheit enorm beeinträchtigen. Informieren Sie sich also unbedingt vorher über mögliche Risiken, wenn Sie auf bestimmte vermeintlich harmlose Hausmittel zurückgreifen wollen. Oft ist das Ergebnis die Arbeit und die Gefahr nicht wert.