Philips Sonicare FlexCare im Test

Hersteller Philips will mit der Sonicare Flexcare offensichtlich am Thron von Marktführer Oral-B sägen und wartet hier mit einer modernen Schallzahnbürste auf, die mit vielseitigen Features und Leistungsstärke überzeugen will. Ob das Herstellerversprechen tatsächlich eingehalten wird? Dazu liefern die Testberichte zum Modell nähere Auskunft.

Technische Details zur Philips Sonicare FlexCare

Die Sonicare FlexCare ist eine Schallzahnbürste, die mit rund 62.000 Bürstenkopfbewegungen pro Minute aufwarten kann. Die moderne Technologie sorgt dafür, dass hier noch bessere Reinigungsergebnisse als mit einer klassischen Rotationsbürste (ohne Schalltechnologie) erzielt werden.

Weiterhin greift das Modell Features wie einen integrierten Zwei Minuten Timer auf sowie einen weiteren Timer, der die Putzzeit für die einzelnen Kieferbereiche bemisst. Sie haben außerdem die Auswahl zwischen fünf unterschiedlichen Reinigungsmodi. Darunter ein Standardprogramm sowie ein Sensitiv-Modus und ein Massageprogramm für das Zahnfleisch.

Außerdem gibt es noch eine Art „Schnellprogramm“ sowie die Intensivreinigung. Bei diesen Programmen wird die Putzzeit einerseits reduziert oder eben um eine Minute erhöht. Für Einsteiger an der elektrischen Zahnbürste hingegen erfüllt das Easy-Start Programm seinen Zweck, dass die erste Handhabung durch eine besonders schonende Zahnreinigung erleichtert.

Weitere Features sind die Akkustandanzeige, die Ladestation und das im Set enthaltene UV-Reinigungsgerät für die Bürstenköpfe sowie zwei Ersatzbürsten. Die Akkulaufzeit beläuft sich laut Hersteller auf rund zwei Wochen.

Für wen ist das Modell geeignet?

Grundsätzlich bietet die Philips Zahnbürste alle Features, die man sich als Einsteiger oder auch erfahrener Nutzer eines elektrischen Modells wünscht. Besonders der „normale“ Timer und der zusätzliche Kieferquadrant-Timer sind praktisch und erleichtern Anfängern, Putzfehler zu vermeiden, was selbstverständlich auch auf das Easy-Start Programm zutrifft.

Das gilt wohl ebenso für die längliche Bürstenform, die sich an der der klassischen Handzahnbürste orientiert und es so ermöglicht, gleich ganze Zahnreihen auf einmal zu putzen. Das ist mit dem runden Bürstenkopf einer Rotationsbürste wesentlich schwieriger.

Zudem scheint die Sonicare FlexCare allein aufgrund der langen Laufzeit des Akkus eine gute Wahl für die ganze Familie zu sein, in der jedes Mitglied die elektrische Zahnbürste nutzen will und man sich langwierige Ladezeiten ersparen möchte.

Vor- und Nachteile der elektrischen Zahnbürste

Neben den Features, die sich mittlerweile bei vielen modernen Schallzahnbürsten finden lassen, fällt besonders das im Set enthaltene UV-Reinigungsgerät positiv auf, das eine noch hygienischere Zahnpflege ermöglicht. Der Bürstenkopf kann so regelmäßig von Bakterien und Verschmutzungen befreit werden, was die Zahnpflege zusätzlich optimiert.

Erwähnenswert ist diesbezüglich aber auch die Leistungsstärke des Modells, durch die noch bessere Putzergebnisse möglich sind als mit einer konventionellen Rotationsbürste. Das schließt auch die Akkuleistung mit ein, die Ihnen durch ein Zeitfenster von zwei Wochen ein häufiges Nachladen erspart.

Ob jedoch regelmäßig wirklich alle Putz-Modi genutzt werden, hängt vom Nutzer selbst ab. Besonders das Massage-Programm für das Zahnfleisch oder auch die intensive Reinigung spielen wohl eher eine untergeordnete Rolle. Dafür könnte sich der „GoGear“ Modus im Alltag bewähren, bei dem die Putzzeit etwa reduziert wird. Praktisch, wenn es am Morgen einfach schnell gehen muss.

Einsteiger hingegen können einen Nutzen aus dem Easy-Start Feature ziehen, das Sie langsam und Schritt für Schritt an den Gebrauch einer elektrischen Zahnbürste heranführt.

Erfahrungsberichte – Die Philips Sonicare FlexCare im Test

Besonders positiv fällt bei diesem Modell in der Regel die lange Betriebszeit des Akkus auf. Damit können nur wenige elektrische Modelle am Markt mithalten, was die Sonicare zu einer guten Alternative für jeden macht, der ein häufiges Aufladen des Akkus als störend empfindet.

Ebenso werden die Ausstattung des Lieferumfangs gelobt sowie die vorhandenen Features, die eine personalisierte und einsteigerfreundliche Handhabung ermöglichen.

Hinsichtlich der Tatsache, dass sich die Zahnbürste mit Ende der zweiminütigen Putzzeit automatisch ausschaltet, erklingt aber hin und wieder Kritik. Wer länger putzen will, muss sie also wieder einschalten oder sollte von vornherein auf den Intensiv-Modus zurückgreifen.

Eine kleine Schwäche zeigt sich aber bezüglich der Qualität des Modells. Zwar sind die Nutzer von der Reinigungsleistung begeistert, oft kommt es aber leider dazu, dass die Zahnbürste kurz nach Ablauf der Garantie defekt ist und somit in ein neues Modell investiert werden muss. Angesichts der Anschaffungskosten von über 100 Euro würden sich viele Käufer eine längere Nutzungsdauer wünschen.

Mit der Sonicare FlexCare schafft es Hersteller Philips, eine Schallzahnbürste anzubieten, die vorrangig aufgrund ihrer Reinigungsleistung aber auch bezüglich des starken Akkus sehr positiv auffällt. Auch der Lieferumfang kann sich sehen lassen, was demnach auch die Anschaffungskosten von rund 110 Euro rechtfertigt. Besonders Einsteiger profitieren dabei von diesem Modell, da spezielle Features zur Verfügung stehen, die den ersten Umgang mit einer elektrischen Zahnbürste sehr vereinfachen. Abstriche gibt es aber hinsichtlich der Nutzungsphase hinzunehmen. Leider stellen sich bei vielen Käufern nach Ablauf der Garantie erste technische Probleme ein, weshalb die Zahnbürste nicht mehr genutzt werden kann. Abgesehen von diesem technischen qualitativen Problem, gelingt der Philips Schallzahnbürste aber ein gelungener Auftritt.