Zahnfleischbluten: Ursachen, Behandlung und Vorbeugung

Zahnfleischbluten ist ein Warnsignal dafür, dass „etwas nicht stimmt“ und tritt vor allem beim täglichen Zähneputzen auf. Die Gründe, warum es überhaupt dazu kommt, sind allerdings sehr unterschiedlich. Dabei können verschiedene Erkrankungen vorliegen, die sich manchmal leicht zu Hause therapieren lassen, in vielen Fällen aber auch das Eingreifen eines Zahnarztes notwendig machen.

Ursachen für Zahnfleischbluten

Zahnfleischbluten kann viele Ursachen haben, wobei manche auf ernste Probleme mit Zähnen und Zahnfleisch hinweisen, anderen hingegen lediglich darauf, das etwas im Mundraum nicht stimmt.

Wenn es also zu Blutungen kommt, sollten Sie zuerst einmal die Zahnfleischfärbung prüfen, da sich hier bereits erste (böse) Vor- bzw. Anzeichen einer Erkrankung erkennen lassen.

gesundes Zahnfleisch

Gesundes Zahnfleisch ist blassrosa. Bei einer rötlichen Färbung in Kombination mit Zahnfleischbluten sollten Sie einen Zahnarzt aufsuchen.

Gesundes Zahnfleisch ist blassrosa. Eine rote Verfärbung weist auf eine mögliche Erkrankung hin. Ist Ihr Zahnfleisch also rosa und kommt es dennoch zu Zahnfleischbluten ist das nicht unbedingt ein Grund zur Besorgnis. Vielleicht haben Sie „nur“ mit der Zahnbürste zu fest aufgedrückt oder die Zahnseide falsch verwendet.

Bei Anzeichen einer rötlichen Färbung in Kombination mit Zahnfleischbluten, ist eine Erkrankung im Mundraum, an den Zähnen und insbesondere am Zahnfleisch sehr wahrscheinlich: Die häufigsten Gründe für das Zahnfleischbluten sind deshalb:

  • Gingivitis (Entzündung des Zahnfleisches)
  • Parodontose (Entzündung des gesamten Zahnhalteapparats)
  • Zahnstein (mineralisierte Zahnablagerungen)
  • Schwangerschafts-Gingivitis (Zahnfleischentzündung aufgrund hormoneller Störungen in der Schwangerschaft)

Aber auch Stress 1 sowie Vitamin C Mangel oder Krankheiten wie Diabetes sind mitunter die Gründe dafür, warum das Zahnfleisch plötzlich zu bluten beginnt.

Insbesondere im Fall einer Zahnfleischentzündung oder einer Parodontose, sind die Ursachen für die Erkrankung auf Zahnbeläge zurückzuführen, durch die Bakterien dem empfindlichen Zahnfleisch zu schaffen machen. Diese entstehen dann, wenn die Zahnpflege nur unzureichend oder gelegentlich betrieben wird.

Symptome für Zahnfleischbluten

Wenn das Zahnfleisch über längere Zeit regelmäßig blutet und zusätzliche Schmerzen an Zahnfleisch und Zähnen auftreten, ist es ratsam, einen Zahnarzt aufzusuchen, denn: Bleiben Erkrankungen wie beispielsweise eine Gingivitis oder auch eine Parodontose für längere Zeit unbehandelt, so kann das schwerwiegende Folgen für Ihre Zahngesundheit haben. Mitunter ist es sogar möglich, dass sich das Zahnfleisch zurückbildet und Zahnhälse durch diesen Vorgang freigelegt werden und äußerst empfindlich reagieren. Sogar der Zahnverlust ist eine Folge davon.

schmerzlindernde Mundspülung aus Salbeitee

Eine Mundspülung aus Salbeitee hilft, um die Schmerzen bei Zahnfleischbluten lindern zu können.

Sie können zunächst versuchen, das Zahnfleischbluten durch spezielle Mundspülungen auf Grundlage von Chlorhexidin einzudämmen. Auch natürliche Mundspülungen aus Salbeitee 2 können bei leichten Symptomen Linderung verschaffen. Bei anhaltenden Problemen kommen Sie um den Besuch in der Praxis nicht herum.

Bedenken Sie dabei: Die Behandlung beim Zahnarzt wird schwieriger und umfangreicher, abhängig davon, wie lange Sie die Symptome ignoriert haben.

Noch besser ist natürlich, es gar erst soweit kommen zu lassen: Bereits eine regelmäßige Kontrolluntersuchung kann hier Abhilfe schaffen. Wer einmal im Jahr den Zahnarzt aufsucht, stellt sicher, dass mögliche Erkrankungen von Zahn und Zahnfleisch rechtzeitig erkannt und therapiert werden können.

Behandlung und Vorbeugung

Die Behandlung der Zahnfleischerkrankung, die für das Zahnfleischbluten verantwortlich ist, variiert stark abhängig von der Diagnose, die vom Zahnarzt gestellt wird. Oft wird eine Zahnreinigung in der Praxis durchgeführt, um Zahnbelag, der verantwortlich für Entzündungen oder Erkrankungen ist, gründlich von den Zähnen zu entfernen.

Auch die Entfernung von Zahnstein ist oft erforderlich. Auch dies geschieht im Rahmen einer Prophylaxe, bei der der Zahnarzt den Patienten auch auf mögliche Fehler beim täglichen Zähneputzen hinweist.

Denn die falsche oder unzureichende Mundhygiene ist und bleibt die häufigste Ursache, die zu Zahnfleischbluten führt.

regelmäßiges Zähneputzen für ein gesundes Zahnfleisch

Regelmäßiges Zähne putzen ist der erste Schritt für ein gesundes Zahnfleisch.

Um sich Erkrankungen wie eine Gingivitis oder gar Parodontose zu ersparen, sollten Sie sich daher stets auf eine hinreichende Zahnpflege konzentrieren. Mindestens zweimal am Tag müssen die Zähne gründlich geputzt werden. Ebenso ist der Einsatz von Zahnseide zwingend erforderlich, da nur so Speisereste aus den Zahnzwischenräumen entfernt werden.

Wer Probleme mit dem Umgang mit Zahnseide hat, kann alternativ eine Interdentalbürste oder Munddusche verwenden, um die Zahnzwischenräume zu reinigen. Besonders die Munddusche wird dabei von vielen Ärzten empfohlen, da sie oft zu noch gründlicheren Ergebnissen führt.

Am besten kombinieren Sie die heimische Zahnpflege mit einer Prophylaxe, die einmal pro Jahr beim Arzt durchgeführt wird. Denn nur hier können Zahnbeläge effektiv entfernt werden, sodass das Risiko einer Zahnfleischerkrankung praktisch auf ein Minimum reduziert wird.  Das gilt besonders für Menschen, die grundsätzlich anfälliger für Gingivitis oder auch Parodontose sowie Karies sind oder auch ältere Menschen sowie Zahnspangenträger.

Zahnfleischbluten gilt als Warnsignal, das Sie unter anderem auf Fehler bei der Zahnpflege aber auch auf ernste Erkrankungen hinweisen soll. Unterschätzen Sie dieses Symptom also nicht, auch, wenn nicht immer sofort ein Besuch beim Zahnarzt erforderlich ist. So können Sie zunächst durch geeignete Hilfsmittel selber versuchen, das blutende Zahnfleisch zu beruhigen. Nur bei anhaltenden Problemen kommen Sie um eine Behandlung beim Arzt nicht herum.